Directed to the Sun, Quartier am Hafen

Exhibition Directed to the Sun
– Janneke van der Putten, featuring Aloardi
Curated by Georg Dietzler and Jari Ortwig.
Exhibition text by Jari Ortwig (DE)

For more than ten years Janneke van der Putten’s own voice has been an essential medium for her interactions with landscape, space and contexts, in connection with e.g. natural phenomena, mythologies, cycles and time. In addition to her studies of textile design and Artistic Research Janneke van der Putten learned the North Indian singing “Dhrupad” with Amelia Cuni and Marianne Svašek in Berlin and Rotterdam. The learned technique has been essential for her understanding of the voice as a physical experience and less as a medium for speech or even singing. – “How can I travel with my voice, my jaw, tongue, spittle, and breath?”

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Quartier am Hafen Q18 / Janneke van der Putten (Rotterdam). Directed to the Sun, Stimm-Performance und audio-visuelle Installation. Kuratiert von Jari Ortwig und Georg Dietzler

„Ich sehen meine Interventionen als Teil der Landschaft, woran die gesamte Umgebung und ihre Kontexte beteiligt sind.“ Janneke van der Putten

„Directed to the Sun“ ist eine Stimm-Performance und audio-visuelle Installation der niederländischen Künstlerin und Vokalistin Janneke van der Putten. Die Arbeit entstand 2015 und wird in Köln als „work in progress“ performativ und trialogisch mit den beiden Kuratoren weiterentwickelt. In dem Projekt von 2015 untersuchte van der Putten, wie sich menschliche Rituale auf bestimmte Standorte und Momente kosmologischer Phänomene beziehen und wie sich diese klanglich manifestieren können, so z.B. die Sonnenwende, die Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. Die Sonnenwende kennzeichnet einen Wendepunkt, nämlich wenn die Zeit ihre Richtung ändert und die Tage kürzer oder länger werden.
Zur Sonnenwende des 21. Dezember 2014 reiste die Künstlerin zur Chanquillo Sonnenuhr in die Casma Wüste im Norden von Lima, Peru. Gemeinsam mit dem Kollektiv Aloardi (Gabriel Castillo, Chrs Galarreta & Gisella Lopez) wurden der Wind der Wüstenlandschaft mit Textilobjekten und der Singstimme van der Puttens in Einklang gebracht. Im Rahmen eines Workshops “Voice and Space” fand die Performance an der Küste von Lima zusammen mit den Teilnehmern ihre Fortführung.

„Janneke van der Putten – Directed to the Sun“ ist die dritte Ausstellung der Gesamtreihe „Performance, Kollaboration, Prozess“ die von Jari Ortwig, Kuratorin Q18, und Gastkurator Georg Dietzler, Kurator für Klangkunst und experimentelle Musikprojekte, zusammen mit der Künstlerin weiterentwickelt wird. Gemeinsam mit dem im Quartier am Hafen ansässigen MD Tanzkollektiv und weiteren Teilnehmern wird in einem Workshop eine Performance zur Finissage entwickelt.

„Directed to the Sun“ entstand 2015 in Rahmen der Residenz Aloardi und Tupac, gefördert von Mondriaan Fund und hatte ihren Auftakt im Rahmen der Soloausstellung „All Begins With A“ bei TENT in Rotterdam.

Seit über zehn Jahren ist die eigene Stimme für Janneke van der Putten wesentliches Medium ihrer Interaktionen mit Landschaft, Raum und Kontexten, in Verbindung mit z.B. Naturphänomenen, Ritualen, Mythologien, Zyklen und Zeit. Van der Puttens Arbeit unterscheidet sich oft von rein auditiven Performances durch visuelle Aspekte. Dokumentarische Medien (Video, Fotografie, Zeichnung), aber auch textile Werke und räumliche Installationen transportieren ihre Erfahrungs- und Assoziationsprozesse in den Ausstellungsraum. Die Stimmperformances werden sowohl rein akustisch (unverstärkt) als auch in Verbindung mit Elektronik, ortsabhängig von architektonisch bedingten Resonanzen, wie Nachhall und Echo aufgeführt.

Neben ihrem Studium des Textildesigns in Amsterdam und des „Artistic Research“ in Den Haag (bis 2013) lernte Janneke van der Putten den nordindischen Gesang „Dhrupad“ bei Amelia Cuni and Marianne Svašek in Berlin and Rotterdam (2009-14). Die erlernte Technik ist seitdem essentiell für ihr Verständnis von der Stimme als physische Erfahrung und weniger als Medium für Sprache oder gar Gesang. – „Wie kann ich mit meiner Stimme reisen, über Kiefer, Zunge, Speichel und Atem?“ Aufenthalte in Peru und zahlreiche Kooperationen mit peruanischen Künstlern fließen in ihr Werk visuell, auditiv und atmosphärisch mit ein.

Janneke van der Putten wird aktuell von CBK Rotterdam gefördert. 2015 war sie im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Raumklänge – Ortsbezogene Musik”, kuratiert von Georg Dietzler, Stipendiatin von „gerngesehen.de“ in Köln. Im Rahmen ihrer Klangforschung Invisible Architecture, einer Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Musiker Chrs Galarreta (PE), präsentierten beide während des nxnw-festivals Klangperformances im öffentlichen Raum im Agnesviertel und dem Ebertplatz.

Contact
Jari Ortwig: Jari.Ortwig@gmx.net
Georg Dietzler: info@gerngesehen

 

 

workshop Tupac 5

> 25 August – 22 September 2017, Atelierhaus Quartier am Hafen, Poller Kirchweg 78-90, 51105 Cologne (DE).

> Curated by Georg Dietzler and Jari Ortwig.
> Photos by Alessandro De Matteis.
> Supported by CBK Rotterdam (Centre for Visual Arts Rotterdam).

Works
> Directed to the Sun (2015)
> Aloardi Solstice Noise Procession (2016)
> Como un Caracol (2016)

Exhibition programme
> Voice and Space workshop
> Directed to the Sun performance

> Download the invitation.
> Press text (DE) pdf.
> Workshop ‘Voice and Space’ info German / English.